BALTIC FOUR CORNERS Segeltörn Ostsee

Baltic Four Corners Segeln von Stralsund in Mecklenburg Vorpommern über die Ostsee

1 Woche — 4 Länder

Ein Traum-Törn für Landratten mit Fernweh. Denn wir werden mindestens 300 Seemeilen zusammen segeln. Daher sind Grundkenntnisse in Nautik, Navigation und Wetterkunde auch Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Tour, die an Bord der “FERNWEH” unterwegs natürlich vertieft werden können.

Am Samstag machen wir uns mit dem Schiff sowie den Sicherheitsvorschriften und Rettungsmittel vertraut, Vorräte werden gebunkert und Trinkwasser aufgefüllt. Den Abend verbringen wir an Bord oder in einem der Hafenrestaurants der Hansestadt.

Leinen los heißt es dann Sonntag früh von unserem Liegeplatz in Stralsund. Wir segeln nordwestlich, vorbei an der Insel Hiddensee hinaus auf die Ostsee und nehmen Kurs auf die dänische Hafenstadt Klintholm, gelegen auf der östlichen Seite der Insel Møn. Hier kehren wir in das beliebte Hafenrestaurant ein, welches für sein Fischbuffet „All you can eat“ unter Seebären bekannt ist.

Am nächsten Morgen, am Montag, verlassen wir Dänemark und statten dem Nachbarn Schweden einen Besuch ab. Ystad wird angesteuert. Die südschwedische Stadt punktet mit einem wunderschönen Yachthafen und bietet mit Kunstmuseum, Kloster, Kirche und altem Rathaus und in der Altstadt einige hübsche und interessante Bauwerke. Berühmt ist die Stadt durch die Kriminalromane von Henning Mankell geworden.

Beim Segeln sind wir immer abhängig von Wind und Welle. Pünktlichkeit ist nicht das Ziel. Sondern das Gefühl, sich hier auf dem Wasser zwar ein Stück der Welt zu entziehen, dennoch nichts zu verpassen. Das ist ja das Schöne. Bei hoffentlich gutem Wetter also segeln wir am Dienstag weiter nach Bornholm. Die dänische Insel in der Ostsee kann bei einem kurzen Landgang erkundet und auch eine der vielen Fischräuchereien besucht werden.

Mittwoch steht der längste Schlag (seemännisch: abgegrenzte Länge einer Fahrstrecke) an: 70 Seemeilen bis ins polnische Swinemünde. Ist der Wind uns wohlgesonnen, verbringen wir rund neun Stunden auf dem Wasser. Bei Flaute heisst es dann leider „Maschine an“, denn vor uns liegt ein weiter Weg über die Ostsee. Dafür haben wir uns dann unser „Anlegerbier“ auch echt verdient.

Am Donnerstag wird es etwas ruhiger. Wir winken einmal den Urlaubern an den Stränden der Insel Usedom zu und peilen die Hansestadt Greifswald an. Der Ortsteil Wieck mit seiner niedlichen Marina und dem Highlight einer alten Zugbrücke lädt uns ein, den tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Freitag steht die kürzeste und letzte Tour auf dem Plan. Allerdings auch die, mit den meisten Segelmanövern. Entlang der Ostseeküste geht es durch den Greifswalder Bodden, den Strelasund und unter der alten Ziegelgrabenbrücke zurück in den Heimathafen der „FERNWEH“. Nachdem wir festgemacht haben, können wir den anspruchsvollen Törn Revue passieren, unsere Eindrücke und Entspannung genießen.

 

 

Segelzeit vor Stralsund
  • Dieser Törn ist für Segler, Frühaufsteher und abhängig von Wind und Welle.
  • Wir werden mindestens 300 Seemeilen segeln.
  • Grundkenntnisse in Nautik, Navigation, Wetterkunde sind Voraussetzung und können auf diesem Törn weiter vertieft werden.

 

Baltic Four Corners DE, DK, SWE, PL

täglich nm Summe nm
Samstag:Stralsund
Sonntag:Stralsund Klintholm (DK)45,11
Montag:Klintholm (DK) Ystad (SWE) 55,47100,58
Dienstag:Ystad (SWE) Arnager (DK, Bornholm)39,84140,06
Mittwoch:Arnager (DK, Bornholm) Swinemünde (PL) 70,73210,79
Donnerstag:Swinemünde (PL) Greifswald /Wieck39,33250,12
Freitag:Wieck Stralsund20,03270,15
Samstag:Stralsund

Reiseziele Ostseesegeltörn

Klintholm auf der Insel Møn:

…ist ein wirklich niedlicher kleiner Fischerei- und Freizeithafen, in den zwei Leuchttürme führen. Klint klingt ja schon irgendwie nach „Klippe“ und so  bezeichnen die Dänen Møns Steilküste mit deren ca. 130 Meter hohen Kreidefelsen, der dem auf Rügen sehr ähnlich ist – weil sie tatsächlich mal Eins waren. Doch dann hat sich zwischen ihnen die Ostsee breit gemacht, nun trennen sie ca. 70 Kilometer Wasser. Bei guter Sicht aber, können die Bewohner der einen, den Bewohnern der anderen Küste zuwinken und einen Gruß zurück wenigstens erahnen.

Beide Inselgebiete, bestehen aus 70 Millionen Jahre alter Kreide und wurden zeitgleich durch tektonische Plattenbewegungen an die Erdoberfläche geschoben. Beide Inseln gehörten also einst zu einer größeren Landmasse, die wieder absank und nur Møn und Rügen verblieben.

Die Insel Møn wartet mit einer Fläche von ungefähr 220 Quadratkilometern auf und hat auf dieser einiges zu bieten. Die majestätischen Kreidefelsen haben wir ja bereits erwähnt. Und wo Küste ist, kann ein wunderbarer Sandstrand ja nicht weit sein. Und so ist es auch. Sehenswert ist darüber hinaus das Schlosss Liselund, ein klassizistisches Landhaus mit englischem Landschaftspark, welches einer der Standorte des Dänischen Nationalmuseums ist. Sehr interessant ist aber auch das GeoCenter, ein auf den Kreidefelsen gebautes Erlebnis-Museum, das die Entstehung und Entwicklung der Region für Erwachsenen und Kinder gleichermaßen aufbereitete und präsentiert.

Und wer nach viel blauer See nach einem Tag an Bord dann doch gern mal wieder dichten grünen Wald sehen möchte, der wandert durch Ulvshale, einen kleinen Urwald im Norden der Insel und lässt sich von dem Wind in den Blättern berauschen…

 

Ystad:

In der südschwedischen Provinz Skåne liegt das schöne Städtchen Ystad. Am Hafen und und in der Stadt herum finden sich allerhand Galerien und Museen, Gärten und Hofläden. Ystad selbst ist es einfach nur schmuck. Hübsche bunte Fachwerkhäuser mit reichlich verzierten und verschnörkelten bunten Haustüren und die vielen Farben und Düfte der überall und mit Liebe gepflanzten Rosensträucher verzaubern den Besucher. Marktplatz, Marienkirche, Rathaus, Cafés und Geschäfte mit Mode und Kunsthandwerk – in Ystad lässt sich ein Tag im Nu verbummeln. Kunstinteressierte sollten einen Abstecher in das Kunstmuseum einplanen. Inhaltlich befasst es sich vor allem mit der regionalen Kunstgeschichte und zeigt schwedische als auch dänische Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Wer sich allerdings für andere Sehenswürdigkeiten interessiert, findet in dem Gebäude am Sankt Knuts Torg auch die Touristeninformation der Gemeinde.

Perfekt für uns Segler mit nur einem Tag Landgang: Viel Sehen in kurzer Zeit. Dafür bietet sich in Ystad eine Stadtrundfahrt an. Springen Sie dazu auf ein altes Feuerwehrauto, eine Rikscha oder den kleinen Zug auf Rädern!

 

Swinemünde:

Die Preußen errichteten Swinemünde einst im 18. Jahrhundert an der sogenannten Swinemündung als strategisch günstig liegende Hafenstadt. Swinemünde erstreckt sich auf ein ziemlich großes Inselgebiet: Usedom, Wollin und Kaseburg.

Swinemünde war bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges immerhin das drittgrößte deutsche Ostseebad. Seit Kriegsende 1945 gehört der Ort eben nicht mehr zu Deutschland, sondern zu Polen.

Bekannt wurde das Seebad Swinemünde durch hohen Besuch. Regelmäßig flanierte hier Kaiser Wilhelm II. auf und ab. Deshalb wird der Ort mitunter neben Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck auch als das Vierte Kaiserbad bezeichnet. Mit diesen drei Seebädern ist Swinemünde über die längste Strandpromenade Europas verbunden. In der Stadt selbst lässt es sich gut Speisen und Bummeln und wunderbar Spazieren. Denn bis hin nach Bansin lockt der 14 Kilometer lange und ca. 40 Meter!!! breite feine Sandstrand zum Drachen steigen, Sonnen, Baden und Kleckerburgen bauen. Und bietet sich einfach an, um nach einem Seetag Ruhe in Magen und Beine zu bringen…

 

Hansestadt Greifswald:

Greifswald ist einfach schön. Punkt.

Die bewegte Geschichte der Stadt wurde vor allem geprägt durch die Hanse sowie die Schwedenherrschaft, die viele architektonisch und kulturhistorisch wertvolle tiefe Spuren hinterlassen haben.

Greifswald ist aber nicht nur Hansestadt und – bei dieser Gelegenheit zu erwähnen – der Firmensitz der HanseYachts AG, sondern auch Unistadt, seit 1456. So prägen nicht nur die typischen hanseatischen Giebel und die drei Pfarrkirchen das Stadtbild, sondern auch die zahlreichen Studenten, die es aus der ganzen Republik und zum Teil aus dem Ausland in den Ort an der Norddeutschen Ostseeküste zieht, um hier in modernen Instituten fürs Leben zu lernen und dabei selbst paradiesisch zu leben. Greifswalds Altstadt ist einfach gemütlich, bunt und voller junger Menschen. Angelegt wird in der Marina des Örtchens Wiek. Mit dem Bus oder Fahrrad können wir aber schnell in das Zentrum der Hansestadt Greifswald gelangen…